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Blick über den Tellerrand

Food Literacy: Mit allen Sinnen lernen

Matilde Grünhage-Monetti stellt in ihrem Beitrag am Beispiel der von ihr durchgeführten Workshops zur Food literacy lebendig dar, wie Ernährungskompetenz als Querschnittsthema in der Erwachsenenbildung eingeführt werden kann. Ergänzt wird ihr Essay von einer kulinarischen Vita, in der sich eine 

ganz andere Seite von Frau Grünhage-Monettis professioneller Kompetenz präsentiert.  Zum Workshopbericht

Große Nachfrage: Business Deutsch Altenhilfe

Karin Behlke stellte bei der letzten Sitzung des FAK Berufsbezogenes Deutsch ihr innovatives FAKOM-Projekt vor, mit dem im Rahmen betrieblicher Weiterbildung arbeitsplatzbezogene kommunikative Kompetenzen von Migrant_innen in der Altenpflege gefördert wurden. Finanziert worden ist das FAKOM Projekt aus Mitteln des BMBF.

Im Zentrum der bedarfsbezogenen Sprachbildungsmaßnahme Business-Deutsch Altenhilfe, die ganz ohne Testverfahren und Sprachstandsfeststellung auskommt (!), standen die kommunikativen Bedarfe der heterogenen Teilnehmergruppe. Dazu gehören u. a. die Optimierung der Kommunikation mit Kunden und auch das Verstehen von Sicherheitsbestimmungen am Arbeitsplatz. Flankiert war der Business-Deutschkurs durch Gespräche mit Leitungspersonal und Mitarbeitervertretung, deren Perspektiven laufend einbezogen wurden. In Workshops mit Leitungskräften wurde darüber hinaus die lernförderliche Gestaltung von Arbeitsplätzen thematisiert. Der Erfolg des Projekts zeigt sich einerseits auf der Ebene der umfassenden Bildungsprozesse von zufriedenen Teilnehmenden - „Ich habe mich verändert“, so die Aussage einer Kursteilnehmerin – und auch in der großen Nachfrage, die in Folge bei dem Träger der Altenhilfeeinrichtung entstand.

Einen ersten Einblick in die Maßnahmen können Sie sich durch Karin Behlkes PPP dazu verschaffen….

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Europäisches Netzwerken in Den Haag und Bergamo

Blicken Sie mit der Koordinierungsstelle über den Tellerrand und erfahren Sie mehr zur diesjährigen Metropolis-Konferenz in Den Haag und von der ILLIAD-Konferenz in Bergamo.

Zu den zwei Kurzberichten

Positionspapier Weiterbildungsbegleitende Hilfen

In der ersten Ausgabe unseres Newsletters konnten wir zwei Fortbildungsmodule vorstellen, mit denen in der Stadt Frankfurt Ausbilder_innen und Fachlehrer_innen für einen sprachförderlichen Fachunterricht sensibilisiert werden sollen. Nun freuen wir uns darüber, das kürzlich fertig gestellte Positionspapier Weiterbildungsbegleitende Hilfen präsentieren zu können: In diesem werden ausführlich die Eckpunkte für einen sprachsensiblen Fachunterricht erörtert.

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Wirkungen des SGB II auf Personen mit Migrationshintergrund

Verschiedene in einem Konsortium zusammengeschlossene Wissenschaftler_innen haben im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Wirkungen des SGB II auf Migrant_innen untersucht. Auf der Grundlage von Befragungen von Leistungsempfänger_innen, Fallstudien in Grundsicherungsstellen und Geschäftsdaten der Bundesagentur für Arbeit sind die Fragen untersucht worden, wie sich der Leistungsbezug auf Menschen mit Migrationshintergrund auswirkt und wie die Grundsicherungsstellen auf den Umgang und die Kommunikation mit Migrant_innen vorbereitet sind.

Ergebnisse der Ende 2009 erschienenen Studie sind unter anderem, dass sich die selbst eingeschätzte Sprachfähigkeit von Migrant_innen nur als begrenzt relevant für die Arbeitsintegration erweist, dagegen aber die fehlende Anerkennung von ausländischen Abschlüssen eine große Hürde für den Arbeitsmarktzugang darstellt. Auch das häufig mangelnde Entgegenkommen der Mitarbeiter_innen von Grundsicherungsstellen wirkt sich erwartungsgemäß negativ auf die Arbeitsmarktintegration der Migrant_innen aus. Dementsprechend finden sich in der Studie verschiedene Empfehlungen, die sich an die Bundesagentur für Arbeit und die Mitarbeiter_innen der Grundsicherungsstellen richten: Diese müssten etwa sprachlich mehr auf Migrant_innen zugehen und stärker auf deren Kompetenzen und Ressourcen eingehen. Auch mehrsprachiges Informationsmaterial und eine größere Diversität unter den Fachkräften der Arbeitsämter und -agenturen trägt zur Arbeitsmarktintegration bei.

Hier finden Sie die Kurz- und Langfassung der Studie sowie verschiedene Anhänge zu den Forschungsmethoden, Tabellen und der Dokumentation.

 

 

Berufsbezogene ESOL- und Grundbildungsmaßnahmen in Kanada

Matilde Grünhage-Monetti und Bettina Kleiner waren im September 2009 für das IQ-Netzwerk bei der Metropoliskonferenz in Kopenhagen mit dem Workshop Second language training at the workplace vertreten. Als kanadische Kooperationspartnerin konnten wir für den Workshop Dorte Weber gewinnen, die am NorQuest College in Edmonton, Alberta, die Koordination des Englisch als Zweitsprache Programms innehat. Im Workshop wurden verschiedene berufsbezogene Sprachkurse in Deutschland und Kanada vorgestellt und im Hinblick auf Planung, Entwicklung, Finanzierung, Durchführung sowie unterschiedliche Zielgruppen der Maßnahmen verglichen.

 

Da sich die Zusammenarbeit mit Dorte als sehr produktiv und fruchtbar zeigte und sie einen ausgesprochen fundierten und differenzierten Einblick in die kanadische Immigrationspolitik im Allgemeinen und in berufsbezogene sprachliche Fortbildungsmaßnahmen im Speziellen hat, haben wir uns entschieden, ein Interview mit Dorte durchzuführen. Den Schwerpunkt des Interviews bildet die Darstellung verschiedener Maßnahmetypen zum berufsbezogenen Englisch in Kanada sowie die Zugangsmöglichkeiten verschiedener Zielgruppen: So gehören zur Zielgruppe von Grundbildungs- und Sprachfortbildungsmaßnahmen neben Migrant_innen auch ältere Arbeitnehmer_innen, Aborigenes und Teile der ländlichen Bevölkerung, für deren Bedürfnisse die durchschnittlichen Maßnahmen oft nicht passend sind.

 

Zum Interview mit Dorte Weber


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