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Neuer Förderschwerpunkt: "Arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener"
Am 23. Dezember 2011 wurden im Bundesanzeiger die Richtlinien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Förderung von Projekten zum Förderschwerpunkt „arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener veröffentlicht.
Das BMBF und die Kultusministerkonferenz (KMK) hatten am 16. Dezember den Startschuss für eine nationale Strategie zur Verringerung der Zahl der funktionalen Analphabeten in Deutschland gegeben. Ein Beitrag zu diesem „Grundbildungspakt“ ist der neue Förderschwerpunkt, der mit circa 20 Millionen Euro ausgestattet ist. Angeknüpft werden soll an die Ergebnisse des jetzt auslaufenden Förderschwerpunkts "Alphabund - Forschungs- und Entwicklunsgvorhaben zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener".
Die Frist für die Einreichung erster Projektskizzen ist bis spätestens 20. Februar 2012.
Der Nationale Integrationsplan und der Nationale Aktionsplan: Die Dialogforen 3 und 7
Mit dem Nationalen Aktionsplan werden die integrationspolitischen Ansätze des Nationalen Integrationsplans von 2007 festgeschrieben und konkretisiert. Sowohl die sprachliche Bildung als auch die Arbeitsmarktintegration von Migrant_innen spielen hierbei Schlüsselrollen. In insgesamt 11 themenbezogenen Dialogforen einigten sich Vertreter_innen aus Bund, Ländern und Kommunen, Migrant_innen- und anderen nicht-staatlichen Organisationen auf konkrete Ziele zur Umsetzung des Nationalen Integrationsplans. Welche Impulse die Koordinierungsstelle Berufsbezogenes Deutsch in die fachliche Diskussion der Dialogforen einbringen konnte, lesen Sie hier (PDF, 24 KB).
Kampagne der Deutschlandstiftung Integration
Die Kampagne „Ich spreche Deutsch – Raus mit der Sprache“ der Deutschlandstiftung Integration findet sogar in Australien Resonanz. Auf der Website language on the move, deren inhaltlicher Schwerpunkt auf soziolinguistischen Themen liegt, kritisiert Prof. Dr. Ingrid Piller die deutsche Werbekampagne für Integrationskurse: Die Kampagne arbeite, so Piller, mit verschiedenen Unterstellungen, wie etwa der, dass Migrant_innen zu faul seien, die deutsche Sprache zu erlernen und deshalb extra motiviert werden müssen. Die Verantwortung für das erfolgreiche Deutschlernen schreibe die Kampagne allein den Migrant_innen zu.
Ingrid Pillers Argumentation zu folgen fand ich ausgesprochen interessant und einen guten Anlass, mir den Internetauftritt „Raus mit der Sprache“ samt You Toube Video selbst noch mal gründlich anzusehen. Letzterer ist keine Werbung für Nike, wie man zunächst denken könnte, sondern soll tatsächlich eine politische Botschaft transportieren: Im Video rappt Oliver Harris in einer Männlichkeitsinszenierung, die stark an das Stereotyp delinquenter Migrantenjugendlicher erinnernt, wie stolz er ist, ein Deutscher zu sein und fragt junge Migranten: Wieso wohnst du in diesem Land über 10 Jahre? / Vielleicht länger und sprichst trotzdem nicht die deutsche Sprache?/ Du sagst, deutsche Frauen sind Dreck / Tu Deutschland bitte einen Gefallen und zieh weg
Ob das eine gelungene Werbung für Integrationskurse ist?
Bettina Kleiner
Andersrum: Werden Migrant_innen nun Integrationskurse verweigert?
In der anhängenden Pressemeldung von Integrationskursträgern taucht die Frage auf, wer nun für eine "Verweigerung" von Integrationsmaßnahmen verantwortlich ist. Zur Pressemeldung (PDF, 55 KB)
Sarrazins rassistischer Populismus und die Frage, wie viel Aufmerksamkeit solchen Hetzkampagnen geschenkt werden sollte. Eine Empfehlung.
Schon Wochen vor dem Erscheinen von Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ schlugen die Wogen hoch: Nicht nur die SPD-Spitze legte ihm aufgrund seiner Thesen zur Überfremdung und Verdummung Deutschlands wegen hoher Einwanderungszahlen den Austritt aus der Partei nah, auch Politiker_innen aus CDU und FDP kritisieren Sarrazins Äußerungen über Migrant_innen, Muslim_innen und Jüd_innen scharf. Mitglieder der Linken stellten Strafanzeige gegen Sarrazin wegen antisemitischer, rassistischer und sozialdarwinistischer Ausfälle und der Zentralrat der Juden wirft dem Bundesbankchef und SPD-Mitglied Rassismus und Hetzerei vor.
Auch an dieser Stelle sollen nun doch einige Worte über Sarrazins Werk verloren werden – schließt seine rechtspopulistische Argumentation ja nahtlos an die im letzten Newsletter kritisierte faschistische Forderung nach Intelligenztests für Zuwanderer an.
Schockierend ist für uns vor allem, dass Sarrazin mit seinen Thesen nicht allein dasteht, sondern dass nach Einschätzung des Spiegel-Chefredakteurs (in der taz vom 28./29.8.2010) in Deutschland möglicherweise vielerorts eine abfällige und zutiefst ablehnende Haltung gegenüber Migrant_innen herrscht. Da kann es nur ein kleiner Trost sein, wenn der Journalist Andreas Fanizadeh Sarrazin zu Recht seine Kompetenz abspricht: „Sarrazin ist ein wirklichkeitsferner Egomane mit Schlips und Dienstwagen, als Soziologe eine Niete. Er verwürfelt Sozialstatistiken mit Abstammungs- und Kulturkreistheorien, so wie es die neuen und alten Rechten halt gerne tun. Aber was will der Spiegel, was wollen wir mit dem dummen Zeug?“ (Taz 28./29.8.2010, S. 25)
Eine berechtigte Frage. Dennoch ist zu befürchten, dass Herr Sarrazin alles andere als betrübt über den Rummel um sein Buch sein wird: Der treibt die Verkaufszahlen nämlich noch in die Höhe.
Auf diesen interessanten "Nebeneffekt" - den Einsatz der Provokation zum Geldverdienen – weist der Bundesinnenminister Thomas de Maizière in einem Interview der Stuttgarter Zeitung hin – mehr noch: er nennt Sarrazin einen „Brandstifter“.
In der Tat: Da arbeiten Praktiker_innen und Wissenschaftler_innen jahrzehntelang für mehr interkulturelle Verständigung und für mehr Gelassenheit im Integrationsdiskurs und dann kommt jemand daher und versucht mit einem Streich vieles wieder zu zerstören: „Zurück auf Los - ziehen Sie kein Geld ein und beginnen Sie von vorne“. - Die Kommentare des „Volkes" – seitenweise nachzulesen z.B. als Kommentare zu der Sendung "hart aber fair" am 01.09.2010 - bestätigen zum größten Teil tatsächlich die Einschätzung vom „Brandstifter“, obwohl extrem rechtslastige Äußerungen von der Redaktion gar nicht erst frei gegeben wurden.
Es lohnt sich doch, mal darüber nachzudenken, ob man solche Beiträge wie von Sarrazin und anderen Politiker_innen (erinnern Sie sich an die Wahlstrategie von Roland Koch in Hessen?), die immer wieder mal unter dem Deckmantel „Tabus brechen“ öffentlich werden, nicht einfach ignorieren sollte; aber der Medienöffentlichkeit scheint das wohl nicht zuzumuten zu sein: Seit dem ersten September 2010 wird das Buch von Sarrazin verkauft – und es gibt kaum eine TV-Talk-Show und keine Zeitung oder Zeitschrift, die seit Ende August noch keinen Beitrag zum Thema veröffentlichte.
Unsere Empfehlung für Fachleute: Lesen und kaufen Sie das Buch nicht und empfehlen sie es auch nicht: Es gibt differenzierte und fundierte Veröffentlichungen zum Thema Migration und Integration. Und – wie schon seit fünfzig Jahren – Deutschland muss in einer Welt der Globalisierung sicher keine Angst vor „Überfremdung“ haben, sollte sich aber wohl vor Rassismus schützen!
Bettina Kleiner & Petra Szablewski-Cavus
DaZ-Netzwerk NRW: Forderungskatalog verabschiedet
Am 17. April fand in Moers das zweite überregionale DaZ-Netzwerk-Treffen statt. Dort konnten sich die 70 beteiligten Lehrkräfte aus den staatlich organisierten Integrationskursen auf eine Resolution als Forderungskatalog und Arbeitsgrundlage für den bundesweiten Netzwerkausbau einigen.
In diesen Tagen wird die Resolution mit Unterzeichnungen an die Bundesregierung, das Bundesinnenministerium, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und an das MGFFI (Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration in NRW) verschickt.
Zum Forderungskatalog und zur Presserklärung der Dozent_innen-Initiative.
Politikberatung zum Handlungsfeld Berufsbezogenes Deutsch: Die IQ-Empfehlungen
Das Netzwerk IQ schlägt in seinem Positionspapier im Oktober 2009 einen „Pakt für Integration und Arbeitsmarkt“ vor. Aufgabe dieses Pakts ist die Umsetzung verschiedener Handlungsempfehlungen, die auf Ansätzen und Erfahrungen aus der fünfjährigen Entwicklungs- und Transferarbeit des bundesweiten Netzwerks beruhen.
Eine Auswahl dieser Empfehlungen wurde seitens des Netzwerks IQ im März 2010 in Berlin im Rahmen von zwei „Integrationspolitischen Fachgesprächen“ Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Bundesministerien vorgestellt und in Bezug auf die notwendigen Umsetzungsschritte diskutiert.
Deutsche Post AG: Diskriminierung wegen angeblich „unzureichender Sprachkenntnisse“ statt offenem Rassismus?
Die Kollegin Birte Weiss von basis & woge (Antidiskriminierungsberatung für Migrant/innen) hat über ein Jahr lang den Fall (und die Klage) eines Sportlehrers von der Elfenbeinküste begleitet, der sich mehrere Male vergeblich bei der Deutschen Post AG als Briefzusteller beworben hatte. Als Begründung für die Absagen gaben Mitarbeiter der Post mangelnde Sprachkenntnisse an, obwohl die Zeugnisse des Akademikers ihm ausgezeichnete Sprachkenntnisse bescheinigen. Dieser reichte daraufhin Klage ein und hat den Prozess nun auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gewonnen. Pressemitteilung zum Urteil vom 26. Januar (PDF 45 KB)
Portal "language on the move" online!
Im Oktober 2009 ist das interaktive Portal language on the move von Ingrid Piller und Kimie Takahashi online gegangen: Ein Leckerbissen für alle an Soziolinguistik und an Globalisierung und Sprache Interessierten! Auf language on the move nutzt eine rege Community alle Funktionen des Web 2.0: Im Blog finden sich so zauberhafte Beiträge, wie etwa Inrid Pillers ganz persönliche (postkoloniale) Weihnachtsgeschichte languages of the heart. Das Forum auf language on the move bietet Raum für den angeregten Austausch zu Themen wie etwa der Recherche für eine Untersuchung über die Bedeutung von Akzenten Zweitsprachenlernender am Arbeitsplatz und „selbstverständlich“ lässt sich auf dem Portal auch twittern. Konferenzbeiträge können inklusive Power Point Präsentation, Foto und Tondatei heruntergeladen werden. Ingrid Piller und Kimie Takahashi ist es gelungen, verschiedene linguistische Themenfelder einem breiten Publikum zugänglich zu machen und gleichzeitig eine lebendige transnationale Kommunikation anzustoßen.
Ingrid Piller ist Professorin für angewandte Linguistik an Macquarie Universität in Sydney (Australien) und an der Zayed Universität in Abu Dhabi (VAE). Kimie Takahashi ist promovierte wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Macquarie Universität in Sydney (Australien). Zu language on the move
Neue Workshops "Deutsch am Arbeitsplatz"
In der Fortbildungssequenz "Deutsch am Arbeitsplatz - berufsbezogener Deutschunterricht" wird die Koordinierungsstelle Berufsbezogenes Deutsch folgende Workshops für Kursleitende in der ersten Jahreshälfte 2010 anbieten:
- am 13.02.2010: "Arbeitsplatzbezug in Alphabetisierung und Grundbildung" Workshopleitung: Andreas Klepp
- am 23.04.2010: "Qualitätskriterien interaktiv für den berufsbezogenen Deutschunterricht" Workshopleitung: Iris Beckmann-Schulz und Bettina Kleiner
- am 12.06.2010: "Intonations- und Aussprachetraining im berufsbezogenen Deutschunterricht" Workshopleitung: Sandra Kroemer
Eckpunktepapier zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Das Bundeskabinett hat Anfang Dezember 2009 die Eckpunkte zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen und Berufsabschlüsse festgelegt. Anders als zuvor wird durch die geplante Neuregelung in Zukunft jede_r Inhaber_in einer ausländischen Qualifikation einen rechtlichen Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren haben. Bisher waren dagegen die Möglichkeiten der Einzelnen davon abhängig, ob sie als EU-Bürger_innen, Spätaussiedler_innen oder Drittstaatsangehörige eingestuft wurden.
Eine positive Veränderung stellt auch die Thematisierung von Teilanerkennung, der Erweiterung des Angebots von Anpassungsqualifizierungen, der Kompetenzfeststellung und der Bedeutung individueller Berufserfahrungen dar.
Skepsis ist gegenüber dem Kriterium der arbeitsmarktlichen Verwertbarkeit von Qualifikationen angebracht, das die konkrete Ausgestaltung der Neuregelung maßgeblich beeinflussen wird. Wie die Umsetzung des Eckpunktepapiers aussehen wird, bleibt folglich abzuwarten. Zum Eckpunktepapier
ESF-BAMF-Programm: Neue Förderrichtlinie
Die Änderungen der Förderrichtlinie des ESF-BAMF Programms zur berufsbezogenen Sprachförderung für Personen mit Migartionshintergrund vom 17.September 2009 sind durch den Bundesanzeiger veröffentlicht.
Das Dokument können Sie auf dem ESF-Portal des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zusammen mit weiteren das ESF-Programm betreffenden Grundlagendokumenten und Informationen downloaden.
ESF-BAMF-Programm-Seite des BMAS (scrollen bis zum Info-Kasten)
ESF-BAMF-Programm: Revisionsprozess zur Novellierung der Förderrichtlinie in Gang
Für Oktober 2009 ist eine Novellierung der Förderrichtlinie zur Umsetzung des ESF-BAMF-Programms vorgesehen.
Laut einer offiziellen Mitteilung des BAMF stehen insbesondere
folgende Punkte, auf die in der Vergangenheit in vielen Stellungnahmen aus Kursträgersicht kritisch Bezug genommen worden ist, zur Überarbeitung an:
- Demnach ist es notwendig den Eigenanteil der Kursträger im Vergleich zu der ersten Ausschreibungssphase deutlich zu reduzieren.
- Auch die Kosten der Kompetenzfeststellung sind zukünftig als integraler Bestandteil der Fördermaßnahmen zu sehen und somit zu fördern.
- Den bisher zu langwierigen Verfahrenswegen in der Kursbesetzung und Teilnehmer-Zuweisung soll in Zukunft durch eine Jahresplanung mit den Trägern und einer Flexibilisierung der Vorschriften begegnet werden.
Zur Zeit tauschen sich Vertreter_innnen der jeweiligen BAMF-Regionalstellen, der ARGEN und Weiterbildungsträger über die künftige Ausrichtung des ESF-BAMF-Programms aus. Anregungen und Verbesserungsvorschläge seien ausdrücklich erwünscht, um die Fortentwicklung des ESF-BAMF-Programms voranzubringen.
Stellvertretend für die Kritik vieler Kursträger können Sie unter folgenden Link die Stellungnahme des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVHS) zu den detaillierten Kritikpunkten des bisherigen Verfahrens nachlesen.
Neue Workshops "Deutsch am Arbeitsplatz"
In der Fortbildungssequenz "Deutsch am Arbeitsplatz - berufsbezogener Deutschunterricht" wird die Koordinierungsstelle Berufsbezogenes Deutsch folgende Workshops für Kursleitende in der zweiten Jahreshälfte 2009 anbieten:
- am 19.09.09 "Erste Schritte - Bewerbungstraining im DaZ-Unterricht" Workshopleitung: Michael Martin Flach
- am 31.10.09 "Arbeitsplatzbezug in Alphabetisierung und Grundbildung" Workshopleitung: Andreas Klepp
- am 21.11.09 "Fachtexte - arbeitsplatz - bzw. berufsbezogene Texte knacken" Workshopleitung: Udo Ohm
Mehr zu den Workshops und zur Anmeldung erfahren Sie hier:
Downloadbereich des alphabunds online gegangen
Am 30. April 2009 ist der alphabund-Downloadbereich für Materialien online gegangen. Kursleitende finden hier nicht nur Lehrmaterialien zur Alphabetisierung von Erwachsenen, sondern haben auch die Möglichkeit, Erfahrungen und Materialien auszutauschen. So sind hier etwa Texte aus dem Bereich der Aidsprävention und Leseanleitungen für Medikamentenbeipackzettel zu finden, die für die Bildungsarbeit mit Analphabetinnen und Analphabeten aufbereitet sind.
Des Weiteren werden auch Übungen zum Erwerb oder Verbessern von Lese- und
Schreibfertigkeiten zur Verfügung gestellt.
Interessierte können die Forschungsvorhaben innerhalb des alphabundes einsehen: Darunter befinden sich vielfältige Forschungsprojekte zu Alphabetisierung und Grundbildung im Kontext von Wirtschaft und Arbeit.
Interview mit Prof. Dr. Rita Süßmuth: „Keine isolierten Sprachkurse!“
Petra Szablewski-Çavuş hat im Januar 2009 ein Interview mit Rita Süßmuth zu den Themen Mehrsprachigkeit in Deutschland und Sprache und Integration geführt. Rita Süßmuth plädiert dafür, dass das Erlernen der deutschen Sprache in soziale und berufliche Bezüge eingebettet werden sollte und stellt fest, dass Arbeitstätigkeit einen bedeutenden Bestandteil von Integrationsprozessen darstellt.
Ebenso bedeutend für ein gelungenes Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturkreise ist es nach Süßmuth, die Herkunftskulturen von Migrantinnen und Migranten zu achten und Mehrsprachigkeit auch in Deutschland zu fördern.




